Empfehlung: ALP GALERIES zeigt Werke von Antoni Tapies und Joachim Hiller

ALP GALERIES zeigt Werke von Antoni Tapies und Joachim Hiller

ALP GALERIES zeigt Werke von Antoni Tapies und Joachim Hiller

TÀPIES – HILLER

Grafische Werke – Malerei und Reliefs

9. März 2012 – 30. April 2012

 

Alp Galleries präsentiert erstmals Gemälde und Reliefbilder von Joachim Hiller in Kombination mit Druckgrafiken des Katalanen Antoni Tàpies. Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, anhand ausgewählter Arbeiten Verbindendes, aber auch Trennendes im Werk zweier Künstler zu entdecken, die jeweils in eigenwilliger Weise die Formensprache der informellen Malerei weiterentwickelt und dabei ganz neue Bildmöglichkeiten gewonnen haben.

Seit den 60er Jahren setzt Antoni Tàpies, der weltweit zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern zählt, seine druckgraphische Arbeit mit großer Liebe und Experimentierfreude um. Die Gravierkunst bietet ihm dabei ein breites Feld von Ausdrucksmöglichkeiten. Die Ausstellung zeigt hochwertige Radierungen und Lithografien von beeindruckender handwerklicher und künstlerischer Qualität, in denen er seine typische Zeichensprache umsetzt. Buchstaben, Kreuze, angedeutete Körperteile und abstrakte gestische Pinselschwünge setzen sich dabei zu ebenso eindringlichen wie kryptischen Bildaussagen zusammen.

Den Grafiken stehen ausgewählte Materialbilder von Joachim Hiller gegenüber – jeweils Unikate , insbesondere solche, bei denen der Künstler erdhafte Materialien wie Sand oder Zement verwandte. Diese Arbeiten zeigen anschaulich, dass Hillers Augenmerk besonders den naturhaften Strukturen gilt, die sich als Spuren aus dem Abbröckeln, Ausschwemmen, Wegkratzen von Farb- und Materialschichten ergeben. Während Tàpies eine beinahe magische Beschwörung mittels ambivalenter kultureller Zeichen praktiziert, zeigt sich in Hillers Werk ein geradezu naturwissenschaftliches Interesse an Materialien und ihren Eigenschaften, wobei er auf die Verwendung von Symbolen völlig verzichtet. In einem wissenschaftlichen Kontext stand auch die Gruppenausstellung „Terra incognita“, die bis vor kurzem in der Technischen Universität Dresden gezeigt wurde, und in der Hiller mit mehreren Arbeiten vertreten war.

Was den Katalanen Antoni Tàpies (1923 – 2012) und den in Dorsheim bei Bingen ansässigen Joachim Hiller (*1933) verbindet, ist zum einen ihre stark materialbetonte Arbeitsweise, die dazu führt, dass die Malerei immer wieder in die dritte Dimension, zum Relief hin, erweitert wird. Beiden Künstlern gemeinsam sind zum anderen eine Vorliebe für Sand als Material und ein besonderes Interesse an dem Motiv der Mauer. Doch während Tàpies die Mauer vor allem wegen ihrer vielfachen symbolischen Bedeutung (die von politischen bis zu philosophischen Assoziationen reicht) und als Träger zeichenhaft verschlüsselter Botschaften nutzt, ist Hiller an der Mauer als Grenze zwischen Kultur und Natur interessiert. Wo Tàpies Buchstaben und Zeichen auf seine Bild-Wände schreibt oder malt bzw. in sie einritzt, die sowohl an alltägliche Wandkritzeleien als auch an uralte Symbole aus verschiedenen Kulturkreisen erinnern, nutzt Hiller seine mauerartigen Bildträger als ein Ereignisfeld für Materialprozesse, die gewissermaßen selbsttätig unvorhersehbare Bildstrukturen hervorbringen.

Aus der Gegenüberstellung der Arbeiten von Joachim Hiller und Antoni Tàpies ergibt sich ein spannender Dialog über die verschiedenen künstlerischen Möglichkeiten im Grenzbereich zwischen Abstraktion und Materialästhetik.

A L P  G A L_E R I E S
Eschborner Landstr. 164
D-60489 Frankfurt  Main
tel     +49-69-9767 1584
fax    +49-69-9767 1591
Werbeanzeigen

Verlängerung der Ausstellung Tàpies – Hiller in der Galerie Nero

Antoni Tàpies in der Galerie Nero in Wiesbaden, courtesy Galerie Lelong, Paris

Antoni Tàpies in der Galerie Nero in Wiesbaden, courtesy Galerie Lelong, Paris

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Galerie,

Anfang der vergangenen Woche erreichte uns die traurige Nachricht,

dass Antoni Tàpies im Alter von 88 Jahren in seiner Heimatstadt Barcelona gestorben ist.

Wir sind darüber sehr betroffen, aber auch stolz und dankbar, dass wir sein bedeutendes Werk

in der Galerie Nero in mehreren Ausstellungen zeigen und vielen Besuchern näher bringen konnten.

Als Hommage an diesen ganz großen Künstler und beeindruckenden Menschen haben wir die aktuelle Ausstellung in der Galerie Nero

Antoni Tàpies – grafische Werke

Joachim Hiller– Malerei und Reliefs

noch bis zum 25. Februar 2012 verlängert.

ALP Galleries in Frankfurt, eine Kooperationsgalerie der Galerie Nero, wird diese Ausstellung dann im Anschluss vom 9. März bis 21. April zeigen.

Eine Einladung sowie eine Präsentation der ausgestellten Arbeiten mit Informationen zu beiden Künstlern haben wir beigefügt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Herzliche Grüße

Susanne Kiessling


Galerie Nero
Susanne Kiessling
Nerostr. 9
D-65183 Wiesbaden
Tel.: 0611 – 1725911 Fax: 0611 – 1725912
e-mail: kiessling@galerie-nero.de
internet: http://www.galerie-nero.de
Öffnungszeiten: Di-Fr 14.00 – 19.00 Uhr
Sa 11.00 – 15.00 Uhr und nach Vereinbarung

Antoni Tàpies Tod – der große spanische Künstler stirb in Barcelona im Alter von 88

Antoni Tapies in seinem Atelier

Antoni Tapies in seinem Atelier copyright cc canalhub.fotos @ flickr

 Der großartige spanische Künstler Antoni Tapies ist heute in Barcelona gestorben. Wir bewundern das einzigartige Werk und werden es weiterhin in Ehren halten.

Unsere Ausstellung mit Lithographien von Antoni Tàpies haben wir bis mindestens 25.Februar 2012 verlängert.

mehr Informationen finden Sie unter AFP

mehr Informationen finden Sie hier EL PERIÓDICO / Barcelona

Tipp: Antoni Tàpies. Bild, Körper, Pathos im Museum für Gegenwartskunst Siegen

Antoni Tàpies noch 14.01. in der Galerie Nero in Wiesbaden, courtesy Galerie Lelong, Paris

Antoni Tàpies noch 14.01. in der Galerie Nero in Wiesbaden, courtesy Galerie Lelong, Paris

Aus der Pressemeldung des Museum für Gegenwartskunst Siegen:

Wie ein Forscher im Labor nehme ich als erster die Anregungen wahr, die der Materie entrissen werden können. Ich entlocke ihr Ausdrucksmöglichkeiten, auch wenn ich anfangs keine ganz klare Vorstellung habe, worauf ich mich einlasse. Während der Arbeit formuliere ich gleichsam meine Gedanken; aus dem Kampf zwischen Wollen und vorhandenem Material entsteht ein Gleichgewicht von Spannungen.“
(Antoni Tàpies)

Das Museum für Gegenwartskunst Siegen widmet dem Katalanen Antoni Tàpies mit der Ausstellung „Bild, Körper, Pathos“ eine retrospektive Schau auf ein beeindruckendes künstlerisches Lebenswerk. Zu sehen sind 47 Gemälde aus über sieben Jahrzehnten, viele davon werden das erste Mal überhaupt in Deutschland präsentiert.

Antoni Tàpies wurde 1923 in Barcelona geboren. Neben Dalí, Miró, Chillida und Picasso, ist er die große Künstlerpersönlichkeit Spaniens. Er beeinflusste die europäische Malerei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts maßgeblich. Tàpies erhielt zu Recht schon 1972 den 4. Rubenspreis der Stadt Siegen. Die Ausstellung „Bild, Körper, Pathos“ erlaubt einen aktuellen Blick auf das überwältigende Lebenswerk des Künstlers. In Siegen sind seine Arbeiten seit den 1940er Jahren – darunter 10 Werke aus der Sammlung Lambrecht-Schadeberg – sowie das in Deutschland kaum bekannte Spätwerk zu sehen.

Ist das Frühwerk noch von Selbstbildnissen geprägt, entwickelt Tàpies in den 1950er Jahren eine Bildauffassung, die eine ganz neue Bildkörperlichkeit vorstellt. Es entstehen Bilder aus Sand, Lehm, Marmorstaub und Leim, die wie undurchdringliche Mauern wirken. Seine schrundigen, mit Material angereicherten Bildgründe wirken fast physisch auf den Betrachter ein. Gleichzeitig bricht Tàpies diese mauerähnliche Oberfläche aber wieder auf, indem er Kerben oder kryptische Zeichen einritzt, Abdrücke einstanzt oder collagenartig andere Gegenstände einfügt. Er experimentiert außerdem mit Lacken und Firnissen.

Schaut man genau, so werden die der Oberfläche eingeschriebenen Zeichen zu Buchstaben oder Kreuzen und leuchten auf einmal bedeutsam auf. Ein fahler Umriss aus Firnis oder ein aufgeworfener Grat verwandeln sich plötzlich in einen Körper.

Immer wieder scheinen Darstellungen des menschlichen Körpers in den Materialbildern auf, sei es in Abdrücken, zeichenhaften Andeutungen, reliefhafter Plastizität oder der Integration von alltäglichen Gegenständen. Stuhl, Bett, Tür oder Kleidung verweisen als bildliche Darstellung oder als reale Gegenstände auf die einfachsten menschlichen Bedürfnisse und eröffnen dem Betrachter vielfältige Assoziationsmöglichkeiten. Man findet sich plötzlich auf sich selbst zurückgeworfen und befragt seine eigenen existentiellen Grundbedürfnisse. Der Betrachter ist aktiv an der Bildkonstitution beteiligt. Tàpies entwickelt eine eindrucksvolle Ikonografie, die ebenso persönlich wie universell motiviert ist.

Die jüngeren Bilder aus dem Spätwerk, die karg und fast farblos erscheinen, entfalten in ihrer Reduktion ebenfalls eine faszinierende Wirkung. Sie treten dem Rezipienten mit einer Intensität gegenüber, die einer magischen Anziehungskraft gleicht. Nach den materialüberbordenden Bildern der 60er Jahre, bleiben die Leinwände der 90er Jahre geradezu leer. Tàpies ließ sich stark durch fernöstliche Philosophie inspirieren, so erinnern die farblosen Leinwände vor allem an Kontemplation und Meditation. Gerade die quadratischen Formate des Spätwerks strahlen eine ganzheitliche Harmonie aus.

Weiterlesen

Impressionen der Vernissage Antoni Tapies und Joachim Hiller in der Galerie Nero

ANTONI TÀPIES – Grafische Arbeiten

JOACHIM HILLER – Malerei und Relief

Vom 2. Dezember 2011 bis 14. Januar 2012  verlängert bis zum 25. Februar 2012

Eröffnung: Freitag, 2. Dezember 2011 um 19:00 Uhr

Einführung: Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker Bonn

Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker Bonn und Grafik von Antoni Tapies

Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker Bonn und Grafik von Antoni Tapies

in der Galerie Nero, Wiesbaden: ANTONI TÀPIES – Grafische Arbeiten

in der Galerie Nero, Wiesbaden: ANTONI TÀPIES – Grafische Arbeiten

Susanne Kiessling begrüßt die Gäste in der Galerie Nero, Wiesbaden: ANTONI TÀPIES – Grafische Arbeiten

Susanne Kiessling begrüßt die Gäste in der Galerie Nero, Wiesbaden: ANTONI TÀPIES – Grafische Arbeiten

Galerie Nero, Wiesbaden: ANTONI TÀPIES - Grafische Arbeiten, Joachim Hiller - Malerei

Galerie Nero, Wiesbaden: ANTONI TÀPIES - Grafische Arbeiten, Joachim Hiller - Malerei

Gäste der Vernissage in die Galerie Nero hören die Ausführungen zu ANTONI TÀPIES

Gäste der Vernissage in die Galerie Nero hören die Ausführungen zu ANTONI TÀPIES

Presse: Wiesbadener Tagblatt: Galerie Nero zeigt Werke von Antoni Tapies und Joachim Hiller

„Galerie Nero zeigt Werke von Antoni Tapies und Joachim Hiller

05.12.2011 – WIESBADEN

Von Birgitta Lamparth

Wenn man zwei Künstler dieses Kalibers im Programm hat, kann man auch einen spannenden Dialog herstellen: Der katalanische Maler Antoni Tapies trifft in der Wiesbadener Galerie Nero auf den in Dorsheim bei Bingen ansässigen Maler Joachim Hiller. Und dabei zeigt sich, dass es sich der längst weit über die Region hinaus bekannte Hiller durchaus mit dem weltberühmten Tapies messen kann – auch wenn Letzterer mit seinen Arbeiten bereits seit den 40er Jahren zu den Großen der informellen Kunst gehört…“

den vollständigen Artikel finden sie hier…

Einladung zur Vernissage in die Galerie Nero, Wiesbaden: ANTONI TÀPIES – Grafische Arbeiten, JOACHIM HILLER – Malerei und Relief

ANTONI TÀPIES - Grafische Arbeiten, JOACHIM HILLER - Malerei und Relief . 02.12.11 - 14. 01.12

ANTONI TÀPIES - Grafische Arbeiten, JOACHIM HILLER - Malerei und Relief . 02.12.11 - 14. 01.12

 ANTONI TÀPIES – Grafische Arbeiten

JOACHIM HILLER – Malerei und Relief

Vom 2. Dezember 2011 bis 14. Januar 2012  verlängert bis zum 25. Februar 2012

Zum zweiten Mal nach 2007 zeigt die Galerie Nero Gemälde und Reliefbilder von Joachim Hiller in Kombination mit Druckgrafiken des Katalanen Antoni Tàpies. Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, anhand ausgewählter Arbeiten Verbindendes und Trennendes zweier Künstler zu entdecken, die jeweils in eigenwilliger Weise die Formensprache der informellen Malerei weiterentwickelt und dabei ganz neue Bildmöglichkeiten gewonnen haben.

Aus der Gegenüberstellung der Arbeiten von Joachim Hiller und Antoni Tàpies ergibt sich ein spannender Dialog über die verschiedenen künstlerischen Möglichkeiten im Grenzbereich zwischen Abstraktion und Materialästhetik.

Eröffnung:           Freitag, 2. Dezember 2011 um 19:00 Uhr

Einführung:          Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker Bonn

Dauer:    2. Dezember 2011 bis 14. Januar 2012

G a l e r i e N e r o
Susanne Kiessling
Nerostraße 9, D-65183 Wiesbaden
Tel. 06 11– 1725 911 Fax 06 11– 1725 912
kiessling@galerie-nero.de
http://www.galerie-nero.de
Öffnungszeiten: Di – Fr 14–19 Uhr, Sa 11–15 Uhr und nach Vereinbarung
  • Kalender

    Oktober 2019
    M D M D F S S
    « Mai    
     123456
    78910111213
    14151617181920
    21222324252627
    28293031  
  • frühere Ausstellung

    Across Borders Iran meets Woesbaden, Ausstellung von 24.09. bis 23.10.2010 in Galerie Nero, Wiesbaden
  • frühere Ausstellung

    Ausstellung Joachim Hiller in Galerie Nero 02.07. - 18.09.2010
  • frühere Ausstellung

    Ausstellung K.O. Götz in Galerie Nero 23. April bis 19. Juni 2010
  • frühere Ausstellung

    Verlängert bis 17.04.10
  • frühere Ausstellung

    Ausstellung: Antoni Tàpies
  • frühere Ausstellung

    Ausstellung: Joachim Hiller