Kunst aus Iran: Künstlerportrait: Samira Alikhanzadeh


Samira Alikhanzadeh Acryl und Spiegel auf Holz, 5-teilig 150x150cm

Samira Alikhanzadeh „Ohne Titel“ 2009, Acryl und Spiegel auf Holz, 5-teilig 150x150cm

Samira Alikhanzadeh hat sich immer schon für das Licht und für Fenster interessiert. In ihren aktuellen Arbeiten ist diese Faszination in Form von Spiegelfragmenten präsent: Sie reflektieren die Lichtstrahlen und schaffen Fenster im Bild. Damit öffnen die Spiegel ihre Kunstwerke gegenüber Umgebung und Betrachtern: Sie treten in Beziehung zur Außenwelt über deren Verdoppelung innerhalb der Bildwelt.

Was als Besessenheit begann – mit Fenstern und Lichtquellen in Innenräumen – wurde das Hauptelement meiner ersten Arbeiten und begleitet mich noch bis heute. Ich nehme die Position eines Beobachters ein und so schuf ich bei meinen Kompositionen
eine vorgelagerte Schicht mit fensterähnlichen Öffnungen zu Innenräumen, durch die uns menschliche Figuren und Formen als Teil der kalten und grauen Atmosphäre vorgestellt werden.
Sie gehören zu meinem Eindruck einer zutiefst von satirischen Kontrasten erfüllten Gesellschaft, was die Verwendung von Blau-, Lila- und Grüntönen widerspiegelt.

Die menschlichen Figuren und Formen, hauptsächlich von Kindern, Mädchen, Bräuten und Bräutigamen durch Fotografien, die ich gefunden habe, stellen das Vergehen der Zeit als melancholische Wahrheit dar und drücken dennoch den Humor aus, den man auf den meisten alten Fotografien findet – durch Frisuren und Moden jener Tage: genauso wie Betrachter in nicht allzu ferner Zukunft unsere Fotos amüsant finden werden.


Durch das Anbringen von Spiegelscherben habe ich eine durchgängige und unvollständige Präsenz des Betrachters im Rahmen meiner Komposition geschaffen. Diese wiederum können Teil der Komposition werden und mögliche Nachfahren der Subjekte, indem Sie in die Vergangenheit blicken. Oder sie können vielleicht, wie ich, ihren voyeuristischen Drang befriedigen, indem sie in das Leben und die Erinnerungen vergangener Generationen eintreten.

1998 MFA in Malerei der Azad Universität in Teheran, Kunst- und Architektur-Hochschule


Einzelausstellungen
2005 Golestan Gallery, Teheran, Iran
2004 Golestan Gallery, Teheran, Iran
2001 Golestan Gallery, Teheran, Iran
1999 Golestan Gallery, Teheran, Iran

mehr Bilder und Informationen zu Samira Alikhanzadeh finden sie ei AB Gallery Luzern

Samira Alikhanzadeh ist in Kürze in der Galerie Nero in Wiesbaden zu sehen

ACROSS BORDERS – IRAN MEETS WIESBADEN

Shahriar Ahmadi – Samira Alikhanzadeh – Samira Hodaei – Azadeh Razaghdoost

24. September bis 23. Oktober 2010

Eröffnung: Freitag, 24. September, 19:00 Uhr

G a l e r i e N e r o
Susanne Kiessling
Nerostraße 9, D-65183 Wiesbaden
Tel. 06 11– 1725 911 Fax 06 11– 1725 912
kiessling@galerie-nero.de
http://www.galerie-nero.de
Öffnungszeiten: Di – Fr 14–19 Uhr, Sa 11–15 Uhrund nach Vereinbarung
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    Across Borders Iran meets Woesbaden, Ausstellung von 24.09. bis 23.10.2010 in Galerie Nero, Wiesbaden
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    Ausstellung Joachim Hiller in Galerie Nero 02.07. - 18.09.2010
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    Ausstellung K.O. Götz in Galerie Nero 23. April bis 19. Juni 2010
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    Verlängert bis 17.04.10
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    Ausstellung: Antoni Tàpies
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    Ausstellung: Joachim Hiller