Ausstellung: Thomas Wunsch – Fotografie


thomas wunschThomas Wunsch – Fotografie

12. Oktober bis 24. November 2007

Unscharfe Gegenstände oder Figuren und Formen, die viel Interpretationsspielraum lassen und somit eine eigene Welt formen – das zeichnet die Fotografien von Thomas Wunsch in erster Linie aus. Sie zeigen den informel-abstrakten Aspekt seiner Arbeit und erwecken zudem den Eindruck, als wären sie aus einer anderen Epoche. Das liegt zum einen an ihrer formalen Strenge, die in heutigen Hochglanz-Fotozeiten wie aus einer anderen Zeit erscheint, zum anderen aber auch an den Schatten, Brüchen und Verwischungen, die seinen Bildern innewohnen. Wir erkennen vielleicht Aspekte von eigenen Beobachtungen oder Traumfragmenten. Der Fotograf sagt: „Ich möchte mit meinen Fotos die Seele der Menschen berühren. Wenn das gelingt, dann haben sie entfalten können, was ich in sie hinein gelegt habe.“ Er bezieht sich mit dieser Aussage auf das Mystische, das in den Dingen steckt.
Seine auf der ganzen Welt entstehenden Fotografien sind nach dem Auslösen selten schon fertig. Die Ingredienzen, die Thomas Wunsch für seine Bilder benötigt, sind ein lichtunempfindlicher Film – und die sich daraus ergebenden langen Belichtungszeiten – und ein Computer, an dem das Diapositiv als Ausgangsmaterial extrem verändert wird.

Thomas Wunsch beschäftigt sich schon seit seiner Kindheit intensiv mit der Fotografie. Erste Erfolge erzielte er dann als Teenager, als er bei dem einzigen Fotowettbewerb, an dem er je teilnahm unter 250.000 Teilnehmern den 4. Platz errang. Bereits mit 17 Jahren folgte sein erster Aufenthalt in den USA, wo er Mitglied in der Kodak Young Photographers League wurde. 1980 gründete er ein eigenes Fotostudio in Hamburg und widmete sich der kommerziellen Fotografie mit den Schwerpunkten Mode, Still Life und Portrait (er machte Aufnahmen von Barbara Streisand, Frank Zappa, Debra Winger, Wolfgang Petersen, Joachim Kühn, Steve Reich uva). 1983 und 1984 stellte die Hamburger Galerie Palme seine Bilder erstmals aus. 1984 übersiedelte Wunsch dann in die USA und arbeitete als Standfotograf in einem New Yorker Filmstudio. 2001 begann die Zusammenarbeit mit dem Münchner Plattenlabel ECM. 2005 und 2006 folgten weitere Ausstellungen seiner Arbeiten im Studio 01 und in der Galerie KunstWerk in Wiesbaden sowie Gruppenausstellungen in Berlin, Polen, Belgien und Spanien.

Wunschs konsequent umgesetzte Bildsprache mit unscharfen Konturen hat sich mit den Jahren so dynamisiert, dass er mittlerweile sein ganzes fotografisches Schaffen dem international renommierten Münchner Plattenlabel ECM verschrieben hat.
Das 1969 von Manfred Eicher gegründete Label produziert hochkarätige Jazz-, Neue Musik- und Klassikplatten und legt großen Wert auf Qualität in allen Bereichen seiner Produktionen. Hochkarätige Musiker, herausragende Kompositionen oder Improvisationen und die Gestaltung der Cover mit ihren individuellen Bildern formen sich hier zu einem unverwechselbaren Ganzen. Zahlreiche Fotografien von Thomas Wunsch sind dafür verwendet worden.

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1 Kommentar

  1. […] Weitere Informationen zu Thomas Wunsch und seiner ersten Ausstellung in der Galerie Nero finden Sie hier … […]


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